
Employer Branding: Die wichtigste Stelle bleibt unbesetzt und das Gehalt ist nicht der Grund.





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Employer Branding Strategie: Warum Geld allein keine Stellen besetzt.
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Weil Geld in vielen Branchen längst nicht mehr der Engpass ist. Banken zahlen mit 70.250 Euro Median die höchste Branchenvergütung Deutschlands (Stepstone 2026) und besetzen ihre IT-, Aktuariat- und Risk-Rollen trotzdem nicht; Kliniken bilden mehr aus als je zuvor und melden zu 94 Prozent offene Pflegestellen (BDO/DKI 2023). Es fehlt an einer sichtbaren, glaubwürdigen Arbeitgebermarke und an der Passung der Ansprache, nicht an der Vergütung.
Eine Employer Value Proposition (EVP) ist das ausformulierte Versprechen, das du als Arbeitgeber:in gibst und halten musst. Sie beantwortet, warum sich jemand für dein Unternehmen entscheidet und nicht für ein anderes. Anders als ein Karriere-Slogan beruht eine tragfähige EVP unter anderem auf einer Befragung der eigenen Mitarbeitenden, nicht auf einem Workshop-Konsens der Führungsebene.
Ja, wenn man die richtigen Kennzahlen nimmt. Operativ greifbar sind Time-to-Hire, Frühfluktuation, Bewerbungsqualität und der Employee Net Promoter Score. Ehrlich bleibt: Spezifische ROI-Daten zu Employer Branding im engeren Sinne fehlen bislang, und Korrelation ist nicht Kausalität. Aber wer die Fluktuationsspirale verlangsamt, spart schnell Millionen an Leiharbeits- und Erlösverlusten.
In der Pflege kostet Leiharbeit rund 92 Prozent mehr als eine Festanstellung (Deloitte 2026) und beschleunigt die Fluktuationsspirale, die sie eigentlich stoppen soll. Sie ist eine teure Brücke, kein Ersatz für eine Arbeitgebermarke, die Menschen hält.
Employer Branding ist die strategische Entwicklung und Kommunikation einer Arbeitgebermarke Aufgabe ist, herauszuarbeiten, wofür ein Unternehmen als Arbeitgeber:in steht, und dieses Versprechen intern wie extern erlebbar zu machen. Es ist eine strategische Disziplin, kein Kampagnenthema. Die glaubwürdige Arbeitgebermarke entsteht erst, wenn das, was nach außen versprochen wird, innen auch gelebt wird.
Mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme, nicht mit einer Kampagne. Lies die einzelnen Bewertungen auf kununu und Glassdoor statt nur die Gesamtnote, werte drei Exit-Interviews der letzten zwölf Monate aus und frag deine Führungskräfte, was euch als Arbeitgeber:in ausmacht und was die Leute hält. Das ist der erste Schritt und der, an dem es am häufigsten hakt. Wir unterstützen hier mit jahrelanger Erfahrung und Expertise in Marketing, Kommunikation und Wirtschaftspsychologie.


